Was sie sind
Riesen aus Holz über dem Meer
Plötzlich siehst du sie, von der Panoramastraße oder vom Ufer aus: Pfähle, Seile und Ausleger über dem Wasser, wie hölzerne Spinnennetze, aufs offene Meer gespannt. Das Trabucco entstand, um zu fischen, ohne hinauszufahren: Der Fels wird zum Boot, das Warten zum Handwerk.
Der Name kommt vielleicht vom „trabocchetto“, dem Netz, das wie eine Falle zuschnappt. Die Ursprünge verlieren sich in der Zeit, manche führen sie bis zu den Phöniziern zurück; gesicherte Dokumente stammen aus dem 18. Jahrhundert.
Zwischen der Mitte des 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts zählte man zwischen Vieste und Peschici sechsunddreißig. Sie ernährten ganze Familien, bis in die Siebzigerjahre, als die moderne Fischerei sie im Stich ließ. Heute schützt sie ein Gesetz der Region Apulien, und geduldige Hände bauen sie wieder auf.
Herzliche Grüße aus Vieste,
deine Familie von Villa Ulimare

Steckbrief des Trabucco
- Was es ist
- Eine Maschine für den Fischfang aus Holz, im Fels verankert
- Wo
- Auf den Felsspitzen der Küste, von Vieste bis Peschici
- Das Holz
- Pfähle aus Aleppo-Kiefer, Bretter und Ausleger aus Tanne
- Wann
- Tagsüber der Fang, bei Sonnenuntergang das schönste Licht
- Mit Kindern
- Ja: Das Netz, das voller Fische hochkommt, verzaubert sie
























